Auf ein Wort

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Auf ein Wort 

Ein kleines ängstliches Seelchen hat das Wort. Es weis aber nicht, was es damit anfangen soll. Worte existierten noch nie des Selbstzweckes wegen. Welche ist denn die größte Qual des Menschen? Wenn er sie mit niemandem teilen kann. Worte helfen dabei, wenn sie die Hoffnung erwecken, erhört zu werden. Das denkt sich auch das kleine Seelchen, und so spricht es einfach drauf los. "Ich bin so einsam", brichts aus ihm heraus. "Die Dunkelheit, die Stille.. mir ist kalt, ich habe Hunger, Durst. Jede Nacht schlaf ich alleine ein, jeden morgen wach ich alleine auf, allgegenwertig das endlose Nichts. Ohne zu wissen, wie ich hierher komme, ob und wann ich hier wieder verschwinden werde, friste ich mein Dasein allein mit mir selbst und dem Nichts." Auf eine Antwort wartend, aber nicht erwartend, schweigt es wieder. Es scheint nun noch dunkler und stiller geworden zu sein.

(Die Lichtquelle) plan

22.1.07 19:18

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